Im Folgenden eine kurze und knappe Übersicht zum Thema Gebrauchsinformation, Blüten verarbeitet/unverarbeitet und Blütensorte/Extrakt (mehr dann auch noch im Rahmen der BtM-Schulung, die wir demnächst machen.

Allgemeine Info
zu den BtM-Rezepten

  1. Die Angabe einer Gebrauchsanweisung auf dem BtM-Rezept ist verpflichtend.

    a) Dies kann in der Art erfolgen, dass auf dem Rezept steht „Morgens und Abends 2,5 mg THC“
    oder

    b) Der Arzt kann angeben „Gemäß schriftlicher Anweisung“.
    Wird eine Gebrauchsanweisung auf dem Rezept vermerkt, so übernimmt die Apotheke diese direkt und schreibt sie auf das Behältnis.
    Wird keine konkrete Gebrauchsanweisung auf das Rezept geschrieben, so muss der Apotheke die schriftliche Gebrauchsanweisung vorgelegt werden, denn die Apotheke darf ein solches Rezepturarzneimittel nur abgeben, wenn eine Gebrauchsanweisung auf der Verpackung steht (Vorschrift nach § 14 ApBetrO, Apothekenbetriebsordnung)

  2. Für Blüten ist es wichtig, anzugeben, ob die Blüten unverarbeitet oder verarbeitet und eventuell auch noch portioniert abgegeben werden sollen:
    Entweder steht dort also „unzerkleinerte (oder auch unverarbeitete) Abgabe“ oder „verarbeitete Abgabe gem. NRF 22.12. (bis 22.15. das sind vier verschiedene Vorgaben für unterschiedliche Zwecke)“

  3. Sorten und Menge Blüten:
    Die korrekte Angabe bei Verschreibung von Medizinalcannabis lautet z. B.
    „Cannabisblüten, Sorte Bedrocan, 10 Gramm“

  4. Art und Menge der Extrakte:
    Die korrekte Angabe für den künftigen, ersten HAPA-Extrakt lautet
    „Cannabisblütenextrakt 2,5 mg THC/ml, 10 ml (entsprechend 25 mg THC)“